#5 Was bedeutet gute Kuration? Mit Susanne Bieger
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Dramaturgin und Festivalleiterin Susanne Bieger unter dem Motto: Sichtbarkeit! über eine erfolgreiche Dramaturgie und das Kuratieren von Filmfestivals: Was braucht ein Film, um kuratiert zu werden? Und werden ausschließlich “gute” Filme ausgesucht? Wie wichtig ist eine bewusste und feministische Kurationspraxis?
Ein Podcast über die Geschichte weiblicher und Flinta*-Filmschaffender in der deutschen Filmindustrie. Einmal im Monat gehen Irina Thiab, Clara Devantié und Svenja Heinrichs mit Filmemacherinnen, Schauspielerinnen und Kreativen aus der Filmbranche auf ihre ganz persönliche Zeitreise.
Ein Podcast des Pro Quote Film e.V., entstanden im Rahmen der Filmreihe “Feminist Time Travel”, unterstützt von der MEHR KULTUR-Förderung der Berliner Sparkasse.
Wo ihr uns findet: Instagram @feministtimetravel
Oder https://proquote-film.de/aktuelles-uebersicht/?category=filmreihe-kategorie-aktuelles
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Unser Podcast erscheint immer am 05. eines Monats.
Erwähnte Filme/Filmemacherinnen:
Daughters of the Dust (1991) – Julie Dash Earth Mama (2023) – Savanah Leaf Sorry, Baby (2025) – Eva Victor Past Lives (2023) – Celine Song Aftersun (2022) – Charlotte Wells Portrait of A Lady On Fire (2019) – Céline Sciamma RAW (2016) – Julia Ducournau Titane (2021) – Julia Ducournau Toni Erdmann (2016) – Maren Ade Western (2017) – Valeska Grisebach In die Sonne schauen (2025) – Mascha Schilinski Sonne (2022) – Kurdwin Ayub Alles wird gut (1998) – Angelina Maccarone Wanda (1970) – Barbara Loden Jeanne Dielman (1976) – Chantal Akerman The Girls (1968) – May Zetterling Nora Fingscheidt Sarah Blaskewitz Soleen Yusef Nackte Tiere (2020) – Melanie Walde Monika Treut Ulrike Ottinger
Transkript anzeigen
00:00:04: Feminist-Time-Travel.
00:00:27: Zähle ich mal kurz ein bisschen was über dich.
00:00:29: Du bist Dramaturgen, aber auch Co-Festivalleiterin des Around the World in Fourteen Films Festivals hier in Berlin?
00:00:35: Für diese Arbeit bist du eigentlich das ganze Jahr über auf den ganzen großen Filmfestivals unterwegs und scoutest Filme so zum Beispiel in Cannes, in Sundance... Überall suchst du Filme und bist ganz, ganz viel unterwegs.
00:00:48: Hast ein unheimliches Wissen!
00:00:49: Und diese Filme zeigt dir dann beim Around the World in Fortin Films Festival... ...und dazu bist Du aber auch noch Tramaturgen.
00:00:56: Das heißt wenn du nicht in der Weltgeschichte herum jettest, bist du auch an Hochschulen unterwegs oder arbeitest natürlich mit unterschiedlichen Produktionsfirmen und Filmemacherinnen zusammen in der Stoffentwicklung und in der Drehbuchberatung.. ..und du machst auch Entwicklung und Umsetzung von Impact-Kampagnen im Bereich Filmverleih.
00:01:14: Das ist so mein grober Einblick für dich.
00:01:16: Ich glaube, ich kenne wenige Leute die sich in der Filmbranche so gut auskennen wie du, wie du auch vernetzt bist und was du auch so mitpringst.
00:01:25: Deswegen freue mich total dass du heute hier bist!
00:01:27: Und dementsprechend würde ich wie immer anfangen bei den Anfängen nämlich... Was ist eigentlich dein erstes Kinoerlebnis?
00:01:34: Ja und das ist eine richtig schwierige Frage weil ich mich ehrlich gesagt gar nicht an mein erstes Kinoerlebnis erinnern kann.
00:01:44: Und ich weiß nicht, was der erste Film war?
00:01:47: Ich weiß auch nicht, wann ich das erste Mal im Kino war.
00:01:51: Meine Mutter war sehr filmaffin aber da haben wir hauptsächlich im Fernsehen dann geguckt.
00:01:59: meine Mutter mochte diese ganzen amerikanischen Klassiker wahnsinnig gerne und damit bin ich so aufgewachsen.
00:02:08: Ich meine, ein Teil des Problems ist wahrscheinlich auch weil ich halt sehr viel gucke und oft weiß man dann nicht mehr was man wann wo gesehen hat.
00:02:16: Allerdings erinnere mich sehr gut an einen Film bei dem ich so ein richtiges Bauerlebnis hatte, wo ich einfach dachte sowas habe ich noch nie gesehen und wo ich auch anderes Verständnis und Verhältnis angefangen habe zu filmen, zu entwickeln.
00:02:37: Weil davor war es halt so was, was man so macht und was man ab und an guckt.
00:02:41: aber da war kein weiteres Interesse oder Bezug.
00:02:45: irgendwie da der Film das waren Julie Dash's Daughters of the Dust und der hat mich wirklich total beeindruckt.
00:02:55: Wo hast du den gesehen?
00:02:56: In welchem Zusammenhang?
00:02:57: Da war ich schon in den USA, als ich den gesehen habe.
00:03:00: Man muss dazusagen... Ich bin relativ spät zum Film gekommen und da hab' ich mich noch nicht mit Filmen beschäftigt, hab' auch noch nicht filmstudiert.
00:03:08: Das war im Tucson, Arizona und ich glaube das war im Loft-Kino habe ich den gesehen und fand ihn da einfach wahnsinnig spannend, weil er in einer... Also es war eine Filmemacherin die ich vorher nicht kannte.
00:03:24: Weil ist inhaltlich um was anderes ging als was man so typisch mit Kino assoziiert.
00:03:30: Es war ne ganz andere Erzählperspektive.
00:03:36: Die Erzählperspektive war aus der Sicht eines ungeborenen Kindes.
00:03:41: Und das war alles so komplett.
00:03:43: wow, irgendwie!
00:03:45: Das Setting auch Anfang des vergangenen Jahrhunderts in der African American Community auf einer Insel... vor der Küste von den Carolinas.
00:03:57: Also jetzt auch kein Sklavenerativ, sondern es ist eine Community da schon sehr lange lebt eben seit dieser Zeit und wo es um drei Frauen geht die sich um ihre Zukunftsgedanken machen, der aber sehr assoziativ erzählt wird.
00:04:16: Und das hat mich wahnsinnig fasziniert!
00:04:19: Deshalb war für mich so eines der ersten eindrücklichen Kinoerlebnisse.
00:04:26: Das heißt du hast dir gerade schon gesagt es war als du schon in Amerika warst?
00:04:31: Wenn es für dich als Kind und Jugendliche nicht diese ausschlaggebende Situation gab ich möchte filmen machen wie kam's denn dann bei dir Dazu, dass du gedacht hast ich gehe in den Filmbereich.
00:04:40: Ich möchte was mit Filmen
00:04:41: machen.".
00:04:42: Das
00:04:42: hat sich wirklich komplett durch Zufall entwickelt.
00:04:46: Film war nie etwas wo ich irgendwie dachte das könnte man auch beruflich machen.
00:04:51: und es hat sich an der Universität ergeben aus einem ganz banalen Grund weil während meines Anthropologie-Studiums ich Deutsch unterrichtet, German Department at the University of Arizona in Tucson.
00:05:05: Und gegenüber von unseren Büros war das Filmstudies-Department und so kam es dann zu den ersten Kontakten wo ich auch dachte ja ja das kann man auch studieren damit kann man sich auch beruflich beschäftigen.
00:05:20: und dann im Rahmen des Studiums der Anthropologie wurden auch viele Kurse angeboten in anderen Fakultäten.
00:05:28: Da habe ich einen Kurs belegt in Films studies, wo es um den Dokumentarfilm ging.
00:05:35: Das war so ein Einstiegskurs ins Dokumentarfilme machen, wo man diese Klassiker geguckt hat von Nanook of the North, Flea Hardy und solche Sachen.
00:05:47: Und denen habe ich dann belegt und das war der Anfang, wie ich überhaupt auf die Idee gekommen
00:05:52: bin.".
00:05:53: und das beruflich auch weiter zu verfolgen.
00:05:56: Du hast dann Kurse belegt, du hast aber wahrscheinlich keinen Abschluss in Filmsstudies gemacht?
00:06:01: Wie
00:06:02: bist du da schon mit Filmemacherinnen und Filmemachern in Kontakt gekommen, dass als Berufsbild ja irgendwie auf einmal auftauchte?
00:06:11: In Tucson, ehrlich gesagt noch nicht.
00:06:15: Parallel zu meinem Studium habe ich ein paar Kurse belegt in Filmstudies.
00:06:19: Ich habe aber ganz normal meinen Master in Kulturantropologie gemacht und bin dann aber danach, habe ich mich ganz klar gegen eine... Ich hab mich dagegen entschieden weiterzumachen in Anthropologie.
00:06:34: Ich wollte dann keinen PhD machen, Feldforschung und in diese Richtung weitergehen.
00:06:40: Ich konnte mir das dann auch schwer vorstellen was sich mit Anthropologie beruflich machen kann Und hab mich dann entschieden dass ich mich auf Film fokussieren möchte und bin dann aus Tucson weg.
00:06:52: und zuerst war die Überlegungen Wo gehe ich hin?
00:06:55: Gehe ich nach New York oder gehe ich nach Los Angeles, weil das in den USA einfach die beiden Städte sind.
00:07:02: Wo die Filmbranche einfach die größt...
00:07:06: Da ist es ein
00:07:06: bisschen spielbar hier.
00:07:07: Genau also wo man auch Opportunities dann hat.
00:07:11: New York war zu teuer
00:07:14: und LA war noch günstig.
00:07:16: LA war zudem Zeitpunkt noch günsterer Und die Branche hat natürlich in der LE viel größer.
00:07:22: Man hat viel mehr Möglichkeiten in New York.
00:07:24: ist das die Filmbranche oder war es damals zumindest eine sehr eng gestrickte Community, wo ich irgendwie gedacht habe dass sich mich wahrscheinlich dann in LA leichter tue.
00:07:37: Ich hatte da auch schon mehr Kontakte weil ein Professor für den ich auch schon gearbeitet hatte der ging nach LA und hat dann an der UCLA unterrichtet.
00:07:46: Und so bin ich dann nach Los Angeles und habe dort an der UCLA Extension Drehbuch studiert.
00:07:56: Produktion.
00:07:57: Ich wollte keinen zweiten Masters machen und habe parallel dazu Praktikars gemacht, ich habe wirklich ganz dezidiert so alle Bereiche abgeklopft von Casting bis zur Postproduktion und habe dann aber sehr schnell gemerkt dass die Stoffentwicklung mir sehr gut gefällt hatte.
00:08:19: da auch mehrere Praktika's die mir großen Spaß gemacht haben und so bin und habe dann auch in LA wirklich zehn Jahre lang in einer Stoffentwicklung gearbeitet.
00:08:31: Und war das für dich so ein Rocky-Start, wie man sagen würde?
00:08:34: Dann die Projekte zu finden, die Jobs zu finden in LA oder war es damals auch schon sehr über Vitamin B wahrscheinlich?
00:08:41: Oder wenn man eine Person kennt wird man weiter empfohlen und wenn man einmal so in diesem Rutsch drin ist... oder wie hat sich das gestaltet?
00:08:47: Weil so Plattformen wie Crew United heute weiß ich nicht.
00:08:51: Nee!
00:08:51: Das hat's damals so nichts gegeben.
00:08:54: vielleicht zwei Sachen dazu.
00:08:55: Also das eine, und das ist ja leider auch heute noch so praktikals unbezahlte Arbeit findet man ja leider relativ leicht.
00:09:06: So war das da auch.
00:09:07: Also Praktikast zu finden, war einfach nicht schwierig.
00:09:10: Da war auch eine große Offenheit gegenüber allen.
00:09:13: also da hatte ich nicht das Gefühl dass es schwierig war.
00:09:16: Schwieriger war es dann Jobs zu zu finden wo man auch Geld verdient und wo man eine längere Perspektive hat Und das waren natürlich dadurch verkompliziert Dass sich eben Nicht Amerikanerin war und eben wie alle diese ganzen Hürden hatte mit Arbeitsgenehmigung und solche Dinge, was das natürlich erschwert hat.
00:09:40: Parallel zu habe ich aber mit einer Freundin zusammen aus Spanien die auch in der Filmbranche gearbeitet hat wir waren da beide noch AssistentInnen bei Produktionsfirmen hatte ich die Idee habe gesagt lass uns doch so ein Netzwerk gründen.
00:09:55: dass wir haben es Filmexperts genannt und haben uns einmal im Monat getroffen in so einer Bar, Santa Monica Boulevard.
00:10:06: Das war ausschließlich für Foreigners die in LA waren und sich versucht haben, dort in der Branche zu etablieren.
00:10:14: Das war dann total schön weil es ist das wir haben mit zehn Leuten angefangen und dann ganz schnell hatten wir wirklich tausende von Leuten die uns da, die wir im E-Mail Verteiler hatten damals gab's ja noch kein Instagram.
00:10:28: Wir hatten dann die Treffen waren dann immer so zwischen hundertundhundertfünfzig Leute, die da denn aufgeschlagen sind und wirklich aus allen Ländern.
00:10:36: Und das war total schön, sich dort zu vernetzen und sowohl dann dieses Netzwerk innerhalb der Filmbranche in L.E.
00:10:44: aufzubauen aber eben auch Kontakte in die Branche weltweit so hin.
00:10:48: entwickeln.
00:10:49: Und das hat auch meinen Blick geprägt, wie ich Filme sehe und welche Filme ich schaue.
00:10:54: Total
00:10:55: toll!
00:10:56: Ich muss da gerade wieder an die Pro Quote denken aber auch an die Filmreihe und so diese Orte schaffen wo bestimmte Leute einfach zusammenkommen neben der großen Industrie sag' ich mal oder neben so Industrie empfängen, wo man denkt, da trifft sich die Branche sind ja viel wichtiger für den Selbsterhalt sage eigenen Treffen, diese selbstorganisierten Treffen.
00:11:16: Diese Banden die man bildet um zu überleben eigentlich in diesem Business so und das ist ja einmal um irgendwie mental gesund zu bleiben weil es immer gut wenn man sich austauscht und merkt man ist nicht die einzige Person der es irgendwie auf eine bestimmte Art und Weise geht.
00:11:30: aber auch um sich vielleicht mit Jobs auszutauschen oder was für eine Person nicht passen kann kann ja für ne andere passen oder so.
00:11:38: Das ist ja eine unheimliche Stärke und dass ihr das da aufgebaut habt ist schon irgendwie ziemlich toll.
00:11:43: Wie hast du dann die Entscheidung getroffen, wieder wegzugehen aus Amerika?
00:11:47: Also die Entscheidung aus Amerika wieder weg zu gehen war eigentlich eine sehr persönliche.
00:11:51: Das war wirklich hauptsächlich aus privaten Gründen.
00:11:55: Ich hatte dann aber... Insgesamt siebzehn Jahre in den USA.
00:11:59: Und ich hatte dann ehrlich gesagt auch wieder Lust auf Europa, wollte auch aus diesem ... Also Hollywood ist halt schon ein Riesenunternehmen, ein Riesenbetrieb.
00:12:13: Es ist eine bestimmte Art von Filme die da gemacht werden.
00:12:17: es ist auch ein Verhältnis zur Arbeit das schon sehr interessant ist.
00:12:23: Also es war da wirklich nicht unüblich, dass man... was heißt das nicht?
00:12:27: Unüblicher als es würde erwartet!
00:12:29: Dass man morgen zum acht im Büro ist und wer vor acht Uhr aus dem Büro rausgegangen ist, war an seinem Job nicht wirklich interessiert und das war halt auf die Dauer schon irgendwie krass und ich habe mich halt auch schon relativ früh für das internationale Kino interessiert, was man hier in Deutschland als Weltkino nennt.
00:12:56: in LA und Hollywood nur am Rande mitbekommen.
00:13:00: Und immer nur in den Zusammenhängen, wenn dann Hollywood irgendwie das Interesse gefunden hat an einer Regisseurin oder einem Regisseuer die man dann wirklich auch konkret fast angeworben hat.
00:13:13: Dann gab es ja die Bezüge und das war mir irgendwann zu wenig und deshalb war da schon so eine ganz bewusste Entscheidung wieder zurückzugehen.
00:13:25: wieder angekommen.
00:13:26: Wir springen ein bisschen so in die Entwicklung, wie du in Deutschland angekommen bist beziehungsweise in deine dramaturgische Arbeit.
00:13:33: Du kamst dann ja dann zurück?
00:13:35: Was hat dich denn vor allem an der Dramaturgie weiter interessiert?
00:13:37: Du hattest ja auch Reduktion studiert, du hättest ja noch mal da mehr in die Richtung gehen können.
00:13:42: Warum hast du dann auch in Deutschland gesagt, dramaturgisch Beratung oder dramaturgisches Arbeiten ist für dich so interessant?
00:13:49: Zum einen hatte ich das einfach... zehn Jahre lang gemacht, Stoffentwicklung.
00:13:52: Dass ich wirklich bei einer Produktionsfirma zuerst und dann bei der Managementfirma einfach zehn jahrelang Stoff-Entwicklungen gemacht habe.
00:14:00: Und das war einfach das was ich, was ich kannte, was sich gerne gemacht habe.
00:14:04: Ich arbeite wahnsinnig gerne mit AutorInnen zusammen und deshalb war es für mich eigentlich ehrlich gesagt die Frage mir jetzt gar nicht so groß gestellt.
00:14:16: Der eigentliche Unterschied war ein bisschen, dass ich dann hier in Europa das Freiberuflich machen konnte.
00:14:24: Das freiberufliche Arbeiten war ja im USA nicht möglich weil wenn du keine Papiere hast und du brauchst eine Festanstellung also war es dort nicht möglich.
00:14:32: und hier hatte ich dann halt einfach die Chance das freiberuftig zu machen um mich auch auf Projekte konzentrieren interessieren und für mich waren schon immer, ich war schon immer ein Fan von Debüt.
00:14:47: Ich war schon einmal ein Fan vom Film von Frauen weil ich immer fand es gab viel zu wenig Stimmen von Frauen und dass wir da einfach unterrepräsentiert sind generell von unter repräsentierten Communities in der Filmbranche.
00:15:03: und dieses freiberufliche Arbeiten hat mir dann halt auch einfach die Möglichkeit gegeben darauf hin zu, also auf solche Projekte zu fokussieren.
00:15:15: Da waren wir gerade schon so ein bisschen bei der Sache die mich natürlich nochmal so interessiert wenn man mit dir arbeitet was begeistert dich wirklich an der dramaturgischen Arbeit?
00:15:25: Wenn man so guckt was macht das für dich aus?
00:15:27: oder ist es für dich der Unterschied vielleicht auch mit der Frage zusammen kommuniziert wann kommst du am liebsten in so einen Projekt rein?
00:15:33: Da gibt es ja unterschiedliche Punkte an denen man dazukommen
00:15:35: kann.
00:15:36: Die erste Frage, was mich daran begeistert ist, ist einfach neue Stoffe zu lesen.
00:15:41: Neue Ideen zu hören mit neuen Firmemacherinnen zusammenzuarbeiten und einfach zuzuhören und mal zu gucken, was wollen die denn erzählen?
00:15:51: Woher kommt denn die Idee?
00:15:53: Wie wollen sie diese Idee erzählen finde ich einfach wahnsinnig spannend, sich da auch immer wieder neu eindenken zu können.
00:16:01: Weil du kannst dramaturgisch nicht an jedes Projekt gleich rangehen und deshalb ist jedes Projekt... ...jede Filme ist immer neu und das macht es einfach immer spannend.
00:16:13: Und ich schaue dann auch jedes Mal wieder sehr viele Filme dazu.
00:16:17: Ich lese dann auch wieder viel dazu.
00:16:19: Das macht mir wahnsinnige Spaß mich da immer neu einzurbeiten in neue Projekte Genau.
00:16:27: Und bezüglich der zweiten Frage würde ich sagen, also ich habe schon alles gemacht von ganz am Anfang wenn Firmenmacher in wirklich noch in einer Ideenfindung sind kommen und sich einfach mal... Einfach mal!
00:16:44: quatschen wollen und einfach mal sprechen wollen.
00:16:48: Einfach mal drüber reden, Brainstormen solche Sachen.
00:16:52: ich habe aber natürlich auch schon sehr viele Projekte betreut die schon länger in der Stoffentwicklung sind wo es schon mehrere Fassungen gibt wo teilweise auch AutoInnen schon gewechselt haben oder Regie gewechsel hat oder Verleih gewechsel.
00:17:09: Ich habe auch schon Rohschnitt dramaturgisch noch mal betreut.
00:17:13: Der Schnitt ist ja eigentlich sehr nahe an der Dramaturgie, macht eigentlich alles Spaß.
00:17:17: Das ist auch immer komplett anders und andere Herangehensweise.
00:17:23: ich würde sagen am Dankpassen ist es wenn man ganz am Anfang schon dazu kommt weil man da schon sehr viel reingeben kann auch langfristig denken kann, wo Autorinnen noch Möglichkeiten haben weichen zu stellen.
00:17:42: Ich sage jetzt mal wenn du schon in einer vierten Drehbuchfassung bist fängt man ja nicht mehr von... von null an.
00:17:50: Und im Schnitt... Müsst du mit
00:17:52: dem arbeiten, was du hast?
00:17:53: ...arbeitet
00:17:54: man mit dem, was man hat genau und deshalb finde ich es immer sehr dankbar wenn man schon sehr früh dabei sein kann um einfach sehr viel Input zu geben und dann können Autoren sich auch wirklich ganz frei damit auseinandersetzen und überlegen was hilft ihnen bringt sie weiter.
00:18:14: Das ist
00:18:14: ja auch für deinen Job wahrscheinlich sehr hilfreich, wenn Leute zu dir kommen und sagen konkret genau ich brauche jetzt zum Beispiel einen Ping-Pong Austauschpartnerin wo man einfach sagen kann Ich will das erzählen, dass es mir noch wichtig aber so eine Grundstory habe ich an sich noch nicht und gleichzeitig jemanden bei dem man sein kann Warum funktioniert das gerade noch nicht, wo man so einen Drehbuch hinhalten kann und du sagen ... Und du das Feedback geben kannst.
00:18:38: Wo müssen auch Stellschrauben vielleicht gedreht werden?
00:18:41: Was muss noch irgendwie passieren damit wir mitgehen und so?
00:18:43: Das ist ja irgendwie total toll da denke ich grade dran.
00:18:47: was sind denn dann eigentlich ... Ja möchtest du nochmal kurz darauf eingehen sehr gerne?
00:18:50: Nee, ich wollte auch sagen dass es auch so ein Punkt wo's dann interessant wird, wo die Anknüpfstelle zum Kuratieren dann auch ist weil man denkt natürlich wenn man ... dramaturgisch berät und kuratiert, denkt man natürlich auch schon... ... das Publikum mit.
00:19:07: Und die Auswertung später.
00:19:10: Ich glaube gerade in der Zusammenarbeit mit Autorinnen und Filmmachern, die noch am Anfang ihrer... Karriere sind, ihrer beruflichen Laufbahn.
00:19:21: Ist es ganz gut wenn man da auch so bestimmte Dinge hervorheben kann die man nach dem dritten Film automatisch mitdenkt einfach weil man diese Erfahrungswerte dann hat die man aber beim Debütfilm jetzt noch nicht unbedingt mit denkt weil man in der Hochschulerfahrung oder als Quereinsteigerin das einfach noch nicht durchgemacht hat einmal.
00:19:45: Ja,
00:19:46: spannend!
00:19:46: Da hast du natürlich total recht.
00:19:47: Dieses Schreiben quasi sage ich jetzt mal nur für sich oder dieses Schreiben ohne nachher an die Auswertung zu denken und das Publikum wird natürlich seine Gefahren... Das ist total toll weil das wäre auch die Frage auf die ich jetzt eigentlich eingehen wollte mich so ein bisschen was sind deine persönlichen Stärken die dich zu einer guten Tramatur gehen machen?
00:20:08: Und dass es ja definitiv eine, die du gerade schon genannt hast würde ich sagen Was würdest du noch so sehen an deiner Art, dass das irgendwie... Das macht mich zu einer richtig guten Dramatur gehen?
00:20:18: Also
00:20:18: ich glaube, ich habe natürlich aufgrund meiner langen Erfahrung.
00:20:24: Ich meine, ich hab schon so unfassbar viele Drehbücher gelesen und so viele Filme geguckt.
00:20:28: Ich glaub', ich habe ein sehr gutes Gespür dafür was funktioniert und was nicht funktioniert und vor allen Dingen die Stärken von den einzelnen Firmen, Macherinnen oder Autorinnen sind und die Stärken von den Stoffen.
00:20:44: Und ich glaube es ist immer extrem wichtig drauf zu gucken nicht mit vorformulierten Lösungsansätzen ranzugehen und sagen okay jeder Stoff braucht das und dass sondern einfach... zu gucken, rauszuhören.
00:21:02: Wo will die Person hin?
00:21:05: Und wie kann man da hinkommen?
00:21:08: auf eine Art und Weise dass solche Filme dann eben auch Chancen haben bei Festivals zu laufen, bei Plattformen zu laufen im Kino überhaupt ne Chance haben.
00:21:22: das ist ja in Deutschland ein Riesenproblem.
00:21:25: Ich glaube schon, dass das eine Stärke von mir ist.
00:21:29: Ja ich glaube auch!
00:21:31: Wie du es gerade schon gesagt hast wir machen ja Filme auch damit sie gesehen werden.
00:21:38: oder bestimmt gibt es solche und solche.
00:21:41: Aber man macht ja schon Filme, weil man da was mit rausgeben möchte.
00:21:44: Also jede Filmschaffende in welcher Position auch immer würde ich sagen, möchte dass das ja gesehen wird.
00:21:49: Man macht Filme nicht für die Schublade Und es passiert ja ganz oft wahrscheinlich schon wenn man dramaturgisch Entscheidungen trifft.
00:21:56: Ich meine es gibt wahrscheinlich so ein schmalen Grad zwischen herausforderndes Schauen und Filme die mehr als herausfordern die vielleicht gar nicht funktionieren.
00:22:04: so richtig gut.
00:22:05: also du hast bestimmt auch schon sehr sehr herausfordert Filme gesehen, du dachtest krass dass sich das jemand getraut hat.
00:22:10: Also
00:22:11: ich finde es immer super wenn sich Filmmacherinnen was trauen und Autorinnen was was trau'n.
00:22:16: Ich habe übrigens auch komplettes Verständnis dafür wenn jemand sagt ich hab was im Kopf erzählen, ich kann das aber nur so und so machen.
00:22:27: Ich gehe ins Risiko, ich bin mir bewusst dass da vielleicht nachher niemand andocken kann, aber das muss jetzt einfach raus finde ich absolut legitim.
00:22:36: grundsätzlich ist mein Film- und Kunstverständnis schon auch der Austausch mit dem Publikum ja eigentlich essenziell Filme, die dann kein Publikum finden.
00:22:57: Man wünscht sich das ja und nicht aus kommerzieller Sicht jetzt ausschließlich sondern einfach auch den Dialog- und Austausch weil das ist ja wirklich das wovon Filme auch leben und übrigens immer mehr.
00:23:10: also wir sind ja an einem Punkt Wo Filme und das ins Kino gehen, ja auch wirklich zu solchen Event-Erlebnissen werden.
00:23:19: Wo man sich dann auch wünscht dass da dann Regieautoren Schauspieler vor Ort sind wo man Filmgespräche hat, wo man in Diskussionen gehen kann, wo Man sich auch hinterher mit den Leuten, Mit denen man die Filme gesehen hat austauscht.
00:23:35: Das ist ja auch das was bei Festivist Spaß macht Dass man sich mit Kolleginnen über die Filmen unterhalten kann.
00:23:41: Deshalb glaube ich schon, dass wir ja eigentlich diese Filme machen.
00:23:46: Egal an welcher Stelle wir jetzt involviert sind damit die ein Publikum befinden und deshalb finde ich das schon wichtig, dass man es mitdenkt.
00:23:55: Übrigens, ich find's ganz wichtig an der Stelle vielleicht auch zu sagen Ich bin kein Fan von herangehensweise der Hollywood Studios, die wirklich ihre Filme entwickeln Und das habe ich ja in der Zeit in LA erlebt wirklich auf den Ergebnissen an der Box-Office, wo wirklich ganz klar darauf gesetzt wird was muss dramaturgisch wann kommen damit wir das größtmöglichste Publikum international nicht nur national sondern international erreichen und dass das finanziell der größt mögliche Erfolg wird.
00:24:33: Das finde ich jetzt Nicht interessant, ehrlich gesagt.
00:24:37: Mich interessieren vielmehr die Filme... ...die unerwartet sind, die neue Wege gehen,... ...die spannenden Blickwinkel bieten,... ...wo man rausgeht und denkt, wow!
00:24:53: Auf die Idee wäre ich es nicht gekommen.
00:24:56: Wer ist Dustin?
00:24:59: Die diesen Film gemacht hat.
00:25:01: Das finde ich vielen.
00:25:03: Viel spannender.
00:25:04: Filme sagen ja auch so unheimlich viel über Personen und ihre Sicht auf die Welt aus, ich finde das ist eine derke für mich beim Film dass du Blickwinkel erlebt kannst, sichtbar gemacht bekommst, die du persönlich aufgrund deiner persönlichen Erfahrung niemals wahrnehmen kannst.
00:25:22: was du bei Doris oftest Was du auch von dem Film erzählt hast, das sind Sachen und da muss ich auf wieder einige Filme aus eurem Repertoire beim Festival denken.
00:25:33: Die mir Blickwinke mitgegeben haben weil ihr ja weltweit sucht.
00:25:36: es sind internationale Filme die da zusammengesucht werden und kuratiert werden und gleichzeitig auch so unheimlich unterschiedliche Arten von Geschichten und wie sie erzählt werden.
00:25:49: Das ist eine unheimliche Stärke von euren Festival.
00:25:53: Wie merkt ihr das denn?
00:25:54: Du hast jetzt gerade schon gesagt, Film oder Kino gehen ist dieser Eventcharakter wird wieder stärker.
00:25:59: Leute haben da so drauf Lust auch.
00:26:02: Seit wann bist du bei dem Festival dabei und wie hat sich das so entwickelt?
00:26:06: Auch dieser Gedanke vielleicht und dieses internationale Zeigen von Filmen was hast du so gelernt darüber seitdem du dabei bist?
00:26:12: weil du bist ja schon ein paar Jahre dabei ich
00:26:14: bin seit.
00:26:17: Also das Festival gibt es seit Jahrzehntel sechs.
00:26:20: Letztes Jahr war ja das zwanzigjährige, ich bin zweitausend elf dazugekommen.
00:26:24: Ich habe Gästemanagement gemacht.
00:26:26: am Anfang Ehrlich gesagt, ich war die Jahre davor als Zuschauerin beim Festival weil Als ich nach Berlin gezogen bin Habe ich mich halt umgeguckt wo's denn hier gutes Kino gibt.
00:26:39: und da ist mir Das festival relativ schnell aufgefallen.
00:26:42: und genau interessanterweise kam dann der Kontakt in Cannes bei einem Festival zustande.
00:26:49: Und so bin ich dann im Jahr zweitausendelfte zugekommen seit zwei tausend achtzehn, dann in die Kohlleitung.
00:26:56: Ich würde sagen mitkuratiert habe ich so ab zwei taussendfünfzehn.
00:27:02: grundsätzlich glaube ich also meine Herangehensweise ans ans kuratieren ist wie gesagt Schau mir vor den Festivals, wenn ich mich vorbereite.
00:27:14: Schaue ich mir schon dezidiert an welche Frauen Linters sind da Laufen beim beim fest Gehen.
00:27:21: nach dem ob Sundance kann ist oder Lokano oder Venedig schaue Ich schon vorab drauf Welche Filme von Filmmacherinnen von Flintas gibt es welcher debuts gibt es?
00:27:34: Und die Filme schaue ich dann auch dezidiert mir an.
00:27:39: Das ist einfach mein Augenmerk, das ist was mich interessiert.
00:27:43: Weil man muss ja da auch selber ... Man kann ja nicht alles gucken!
00:27:46: Da würde ich schon sagen, dass sind so meine Hauptschwerpunkte, die dann für alle Regionen gelten.
00:27:53: Beim Around the World in Fourteen Films fest muss man natürlich sagen, haben wir ja auch ganz klare Vorgaben.
00:27:59: Wir haben den Wettbewerb mit diesen vierzehn Filmen.
00:28:02: die Vorgabe ist dass das Entdeckungen sind oder ungewöhnliche Stimmen Und dass wir eben diese Weltreise durch das Weltkino dieses Jahres spiegeln.
00:28:13: Das bedeutet also, man muss schon dann auch Debuts und Pymme aus der ganzen Welt anschauen.
00:28:20: Man kann nicht sagen was macht jetzt?
00:28:22: Man konzentriert sich auf eine bestimmte Region aber dadurch, dass es die vierzehn sind und dann muss man sich natürlich auch einschränken.
00:28:32: Und genau, dann konzentriert man sich eigentlich da drauf.
00:28:36: Wie lange dauert denn eigentlich die Entstehung von so einer Festivalausgabe?
00:28:40: Ich meine ihr findet immer im Dezember statt in der ersten Dezmber?
00:28:43: Genau Ende des letzten... November-Wochenende und das erste Dezemberwochenende.
00:28:49: Das ist die Woche, in der wir dann immer stattfinden.
00:28:52: Aber ihr bereitet ja schon viel früher vor!
00:28:53: Du hast ja jetzt auch einige Festivals genannt, die übers ganze Jahr verteilt laufen.
00:28:58: Dauert es eigentlich zwölf Monate so eine Festivausgabe für euch zu kuratieren?
00:29:03: und vorzubereiten?
00:29:04: Also das Festival sind nicht unsere Hauptjobs.
00:29:08: Fakt ist aber, dass man sich eigentlich doch das ganze Jahr damit beschäftigt weil nach dem Festival hat man dann die Nachbearbeitung, die ja immer niemand sieht, die aber tatsächlich anfällt... Das Festival Ja beginnt im Januar wo es eigentlich gleich losgeht mit Sundance.
00:29:27: Dann ist in Februar ja gleich die Berlinale, die für uns jetzt keine Rolle spielt Wir ja keine Filme zeigen, die bei der Berlinale gelaufen sind.
00:29:37: Einfach weil die Filme dann im Februar schon in Berlin gezeigt wurden und wir wie gesagt ausschließlich Berlin-Premierern zeigen Und das dann am Anfang Dezember keinen Sinn macht Berlinale nochmal nachzuspielen?
00:29:49: Genau.
00:29:49: aber deshalb fängst du uns mit Sundance und mit Cannes im Mai an Dann geht es direkt über.
00:29:55: jetzt ist Locarno Tell You Right wird immer wichtiger.
00:29:59: Dann kommen noch weitere Alice, Festivals Toronto und Venedig die sehr wichtig sind für uns.
00:30:07: Wir schauen aber auch noch bei San Sebastian mit rein.
00:30:12: Und deshalb sichten wir eigentlich immer... So das ganze Jahr über, aber jetzt nicht in der... Also immer jeden Monat mit dem gleichen Aufwand.
00:30:24: Genau.
00:30:24: also Mai ist dann natürlich immer sehr intensiv weil da kann einfach stattfindet August und September ist immer arbeitsintensiv weil Locarno Telleride, Venedig, Toronto San Sebastian, das ist ja alles so ein bisschen in einer hinterherzeit jetzt dann eben.
00:30:42: Und dann wird es eigentlich richtig intensiv wenn's dann so aus Festival zugeht.
00:30:46: also ich würde sagen Oktober November ist für uns die Hauptphase arbeitstechnisch
00:30:52: und du hattest hier gerade diese ganzen sogenannten A-List Festivals genannt.
00:30:57: gibt es für dich?
00:30:58: Du sagst auch Telluride wird immer wichtiger für eure Korrationen, für deine Korration gibt es so ein bestimmtes Festival dass du als Erfolg Vielleicht das Festival, wo du auch deine meisten Pics mitnimmst.
00:31:11: Weil die Korazionen schon sehr gut taugt.
00:31:13: Gibt's da irgendwas?
00:31:14: Oder merkst du jedes Jahr aufs neue A?
00:31:17: Hier wurde in diese Richtung gegangen und interessiert mich jetzt auch oder gibt es ein paar Festivals bei denen du sagst, da krieg ich immer was Gutes?
00:31:25: Ich bin ja immer gerne vorsichtig mit Wertung und bestes und erfolgreichstes.
00:31:33: wo ich richtig mit Probleme habe, sind am Jahresende immer diese vermeintlichen Listen.
00:31:38: Die hundertbesten Filme der Filmgeschichte ist für mich ein komplettes Unding sowas.
00:31:45: aber es ist natürlich in der Tat so das bestimmte Festivals als Marken einfach viel stärker sind als andere und die A-List-Festivisten sind die stärksten Marken.
00:32:01: Deutschland beim deutschen Publikum, ich weiß nicht ob das überall so ist.
00:32:05: Die Kann-Marke einfach sehr stark ist.
00:32:08: also natürlich spielt in Deutschland die Berlinale eine enorme Rolle.
00:32:12: aber wenn du jetzt nicht bei der Berlinale sein konntest und deine Weltpremiere im Aussand hast mit deinem Film dann würde ich schon sagen kann eigentlich dass was beim Deutschen Publikums noch am meisten aufmerksam erzielt und dann auch beim Kinostart entsprechend hilft.
00:32:35: Genau, das bedeutet aber nicht dass jetzt Locano weniger interessant ist.
00:32:40: ich persönlich bin Riesenfan von Sundance einfach aus dem Grund weil Sundance das einzige Festival ist Das muss man wirklich mal sagen Dass es jedes Jahr schafft wirklich fifty-fifty oder fast Fifty-Fifty zu sein Und nicht nur was Gender angeht, sondern dass auch andere Communities repräsentiert sind in der Anzahl die Repräsentativ ist und wirklich über die Jahre hinweg die die Karrieren gestartet hat von Filmemachern aus allen Communities.
00:33:21: Und deshalb ist das für mich schon immer sehr sehr wichtig am Anfang des Jahres.
00:33:27: Ich muss da gerade an einen Film denken, den ihr gezeigt habt.
00:33:31: Den hast du auch vom Sundance mitgebracht.
00:33:33: Das war Earth Mama?
00:33:34: War der vom Sundanen?
00:33:35: Der ist aus Sundance...
00:33:38: Sven Halif!
00:33:38: Ja, den haben wir auch aus Sundanz mitgebracht.
00:33:41: Der ist bei uns gelaufen genau.
00:33:44: Aber da gibt es ja jedes Jahr Filme die da interessant sind.
00:33:49: Du hast gerade was Wichtiges angesprochen, und zwar was Festivals oder sagen wir mal das Stichwort Festivals und Quote.
00:33:58: Oder Quoten, es gibt natürlich so andere Festivals... Ich glaube gestern erst ein Zitat gelesen zu haben von einem Festivalleiter in Venedig der gesagt hat er hat halt nur eine Filmemacherin gefunden die qualitativ einfach mitkurratiert werden kann.
00:34:18: Wie stehst du zu solchen Aussagen?
00:34:21: Ja das finde ich sehr erstaunlich sowas zu sagen, weil wie gesagt Sundance lebt es vor dass es anders
00:34:28: geht.
00:34:29: Sundance ist am Anfang des Jahres vielleicht ist am Ende des Jahres nicht mehr so viel übrig.
00:34:35: alle guten Filme sind leider schon alle guten Winterfilmen sind leider auch schon weg.
00:34:39: aber
00:34:40: ehrlich gesagt glaube ich hat das ausschließlich damit zu tun.
00:34:44: also das natürlich ein sehr komplexes Problem und es ist auch immer die Frage wo fängt man an?
00:34:49: Es ist natürlich Fakt das nach wie vor, das haben wir auch in Deutschland wieder gesehen.
00:34:56: Es deutlich schwerer ist als Frau oder als Winter ein Film finanziert zu bekommen und dass Männer sich nach wie vorher leichter tun.
00:35:06: Insofern ist es natürlich sicher richtig, dass weniger Filme von Frauen gemacht werden.
00:35:12: allerdings muss man dann natürlich auch sagen welche Kriterien legen wir denn an wenn Filme kuratieren, wenn wir Filme suchen.
00:35:23: Teigen wir ausschließlich die Filme großen Meister oder wagen wir uns mal Weltenräume und Sichtweisen und zeigen einfach mal andere Stimmen?
00:35:43: Wir sprechen ja nachher auch noch über einen schwedischen Film, aber ich glaube es war Anna Sänger.
00:35:49: Sie ist vom Schwedischen Filminstitut und ich weiß nicht ob sie jetzt noch da ist.
00:35:52: Aber sie hat mal bei einer Veranstaltung, bei der Berlinale drüber gesprochen dass wir auch überdenken müssen welche Kriterien wir denn beim Kuratieren an legen.
00:36:05: Natürlich ist es dann halt auch immer schwierig, weil natürlich auch das Publikum Sehgewohnheiten hat und Erwartungen hat.
00:36:18: zusätzlichen Engagement, also es bedeutet dann zusätzlich das Engagement dass man einfach diese Filme dann auch unterstützt für die auch eben zusätzliche Zieggruppenarbeit macht.
00:36:30: Die vielleicht auch anders dann verpackt, Kollaborationen macht einfach, dass man dann für diese Filmen auch ein Publikum generiert weil selbst renommierten Festivals ist immer einfacher mit den großen Namen, mit dem großen Stars zu kommen als ich nach vorne zu wagen.
00:36:50: Mit neuen Stimmen.
00:36:52: Ich muss aber und das mir auch total wichtig an der Stelle jetzt einfach mal sagen für mich sind es nie die großen Namen die's dann für mich ausmachen weil ehrlich gesagt wenn jemand so und so viele Filme schon gemacht hat bin ich nicht erstaunt dass da jetzt ein weiterer guter Film rauskommt weil ich würde jetzt mal davon ausgehen Natürlich sein Handwerk nach mehreren Filmen dann auch immer besser versteht und so.
00:37:19: Was für mich immer total... Und warum ich das auch nach wie vor mache, und warum es mir nach wie vorher Spaß macht ist weil man diese neuen Stimmen entdeckt.
00:37:29: Das ist einfach wahnsinnig toll!
00:37:34: Sei Sundance, also ich habe jetzt vorher, weil du da drauf gekommen bist Eva Victors Film Sorry Baby war eine totale Entdeckung.
00:37:47: Celine Song's Film Past Lives, das war eine totale Entdeckenung.
00:37:52: Diese Entdeckerungen gibt es auch in Cannes und gerade in der Semende la Critique zum Beispiel Charlotte Wells' After Sunn aber auch etablierte Filme-Macherinnen.
00:38:04: Also ich ... Celine Ciamar verfolge schon seit ihrem ersten Film bin ich Schock verliebt in ihre Filme und guckt die alle.
00:38:15: Nichtsdestotrotz war ich, als ich im Palais The Portrait of a Lady on Fire gesehen habe, total geflasht.
00:38:25: Ich bin aus dem Film rausgekommen Und wollte eigentlich gar keine weiteren Filme mehr gucken.
00:38:31: Ich hätte den gerne nochmal geguckt und wollte den Sacken lassen, und hätte gerne mal einfach eine Woche jetzt damit verbracht, den Sacks zu lassen.
00:38:40: Paya Capadias Film hat mich wahnsinnig geflasht in Cannes.
00:38:47: Dort war auch Raw.
00:38:49: Und dann später natürlich ... Titan von Giulia DiConno.
00:38:55: Also es gibt diese Filme, es gibt die Frauen.
00:38:59: also ich meine da kann man wenn ich jetzt anfange kommen hier so viele Namen wie kann man hier gar nicht alle aufzählen?
00:39:05: Maren Ades Toni Erdmann war so ein Wow bei Leska Krisebachs Western obwohl man natürlich als Deutsche diesen Namen kannte.
00:39:15: aber waren das einfach solche Filme wo man so dachte wow Wo kam das jetzt her?
00:39:21: Und das macht es eigentlich für mich aus, dass man da einfach immer wieder diese Entdeckungen auch Marsha Schilinski in die Sonne schauen.
00:39:30: Ich kannte sie vorher nicht!
00:39:32: Ich kante ihren Film davor nicht.
00:39:34: Ich wusste ehrlich gesagt auch nicht, dass ich in Ludwigsburg war und plötzlich war da dieser Film und ich musste so nachschauen wer ist es jetzt?
00:39:43: aber für mich ist es genau dieses Entdecken bei der Berlinale Kurt Winn-Aiob die damit Sonne um die Ecke kam.
00:39:52: Das war einfach, für mich macht es das aus diese
00:39:55: Entdeckung.".
00:39:56: Das
00:39:56: bedeutet man muss ja auch eine gewisse Offenheit haben nochmal um den Herrn von Venedig zu konfrontieren.
00:40:02: Man muss eine Offenheid haben, ja auch Blickwinkel, denen sie wollen, die halt nicht die eigenen sind.
00:40:07: also ich habe manchmal das Gefühl oder passiert uns auch manchmal bei der Filmreihe heißt ja Feminist Time Travel.
00:40:13: ganz auf so feministischer Film sagen viele Cis-Männer.
00:40:16: aber das hat jetzt nichts mit mir zu tun.
00:40:18: doch Also natürlich hat das, also es ist ein Blickwinkel.
00:40:21: Und warum fand ich auch immer ganz schlimm diese Bandarolen auf DVDs oder so Frauenfilm?
00:40:27: Wo man... Natürlich gibt's diese auch von Männern gemachte romantische Community-Frauenfilme.
00:40:31: Aber wenn dann da auch Sachen unterfallen wo ich mir denke ne den hat vielleicht eine Frau gemacht.
00:40:34: Vielleicht erzählt die auch einen weiblichen Blick auf eine Situation.
00:40:39: aber das mit Pink Up zu stempeln und als Frauenfilm zu marketen geht hier noch mehr in dieses patriarchale System irgendwie mit rein.
00:40:47: und dieses Gefühl Ich als... oder dass ein Cis-Mann dann denkt, ich als Mann.
00:40:51: Das ist ja nicht meine Welt!
00:40:53: Ja aber im Film ist ja dafür da um andere Welten zu sehen und das ist auch das was uns reicher macht.
00:40:58: Ich glaube die wenigsten cis-hitteren Männer auf dieser Welt sind Indiana Jones, aber trotzdem finden sie toll also entsprechend finde ich das auch nochmal sehr wichtig diese Offenheit auf andere Blickwinkel zu haben.
00:41:10: Und dann sind wir wieder bei diesem Stichwort wo ich auch gerne diese ganze September-Ausgabe drunter laufen lasse, dieses Sichtbarkeit.
00:41:17: Es geht immer wieder um Sichtbarigkeit weil Sachen und Themen die wir nicht darstellen oder denen wir keinen Raum geben, die finden dann einfach nichts statt aber sie existieren ja.
00:41:26: wie absurd das eigentlich ist oder?
00:41:28: Ich finde es total absurd.
00:41:29: ich wollte auch noch ganz kurz sozusagen man kann nie für eine ganze Gruppe sprechen und ich würde auf keinen Fall für alle Frauen oder für alle Flintas sprechen wollen.
00:41:41: Wir sind keine homogene Gruppe und ich mag auch den Begriff Feminismus eigentlich nicht, sondern mir ist ein intersektionaler Feminismus extrem wichtig.
00:41:50: Und wir sind Feministinnen wichtig weil das muss man auch immer im Kontext betrachten.
00:41:57: aber Ich glaube die meisten von uns könnten sich andere Hobbys als Feministen zu sein vorzustellen.
00:42:05: Idealerweise müsste man diese Diskussion nicht führen müssen.
00:42:09: also wir machen es ja auch nicht Weil wir jetzt nichts Besseres zu tun, weil ich nichts Besseres zu tun hätte.
00:42:16: Also wenn, wenn fünfzig Prozent, wenn wir fifty-fifty hätten Wenn alle marginalisierten Gruppen am Tisch wären und wir alle auf Augenhöhe sprechen würden Dann kann in der Tat jeder jede jeden Film machen Und dann brauchen wir auch nicht drüber sprechen Das ist ein Frauenfilm von einer Frau für Frauen oder was auch immer, sondern dann könnte man inhaltlich über diese Filme sprechen und müsste nicht diese Diskussion führen.
00:42:47: Aber – und man sieht ja wie das Rollback momentan ist – man kann nicht Feministin sein, man ist gezwungen förmlich!
00:42:58: Feministin zu sein, um diese Missstände anzusprechen.
00:43:03: Übrigens ich wollte auch noch was anderes dazu sagen.
00:43:06: das ist nämlich eine ganze Kette.
00:43:09: es ist ja nicht damit getan.
00:43:11: also wir müssen schauen dass mehr Filme von allen Menschen aus marinesierten Gruppen gemacht werden.
00:43:17: Wir müssen schauen, dass mehr von diesen Filmen bei Festivals landen.
00:43:22: Es ist aber auch extrem wichtig, dass wir wirklich mal drauf achten bei unseren Kinobesuchen.
00:43:29: Welche Filme schauen wir denn?
00:43:31: Selbst viele Frauen schauen dann hauptsächlich die Filme von den vermeintlich großen Meistern und die Filmen von Frauen tun sich an der Kinokasse oft schwer.
00:43:43: Interessant ist auch immer selbst... bekannte Filmemacherinnen, die dann im Rahmen von Festwissen zu gefragt werden.
00:43:52: Wer für sie so Vorbilder sind nennen oft ausschließlich männliche Kollegen und ich glaube es ist extrem wichtig dass wir uns da auch als Kinogänger in einer eigenen Nase fassen und sagen so haben wir denn jetzt schon die Filme gesehen von Filmemacheren im Kino starten oder gestartet sind.
00:44:17: Oder haben wir wieder ausschließlich die Namen von männlichen Kollegen genannt, wenn wir gefragt wurden was für unsere Vorbilder?
00:44:26: Und dass wir auch grundsätzlich überlegen welche Kriterien wir da anlegen.
00:44:32: Da
00:44:32: bin ich total weidig und muss mich mehr ein bisschen in die eigene Nase fassen.
00:44:35: Ich war eine Zeit lang relativ aktiv bei Letterbox.
00:44:38: Bin jetzt gar nicht mehr.
00:44:39: und dann muss man ja am Anfang diese weil ich einfach zu faul geworden bin.
00:44:42: Du musst am Anfang diese vier Favorites eingeben und da sind drinnen, glaub' ich immer noch... Ich hab's dann irgendwann nicht mehr geändert.
00:44:48: Link Later Before Sunrise Paris, Texas von Wim Wenders In the Mood for Love von Wonkawaii Und alle anderen von Marenade.
00:44:55: Und ich habe das damals angegeben Weil die Filme bedeuten mir alle was.
00:44:58: Es sind doch alles tolle Filmen.
00:44:59: Da darf auch, glaube ich, die Filmer weiter toll finden.
00:45:02: Aber ich hab mir das dann irgendwo mal angeschaut und gedacht warte mal Also Marenade, schön und gut.
00:45:09: Aber was ist das hier eigentlich für eine Zusammenstellung?
00:45:12: Natürlich man wird ja auch älter.
00:45:14: Manche Filme funktionieren für mich jetzt auch nicht mehr so gut.
00:45:18: Sachen die ich heute noch mal lerne oder was ich jetzt so erlebe, färben sich natürlich meine Erinnerungen an bestimmte Filme auch ein.
00:45:26: Aber dieses Ganze... Was sind eigentlich deine Vorbilder?
00:45:29: Ich war ja jahrelang Tarkovsky-Tarkovski-Takovsky weil das halt der große russische Meister ist und Bücher und dann kriegt man das und dann erlebt man es auch in der Filmhochschule und so.
00:45:39: Und da denkt man Ja, das sind tolle Filme aber sich dann zu beschäftigen mit.
00:45:43: vielleicht gibt es auch diese tollen Filme von Frauen, was ja unsere Filmreihe macht und die gibt's auch schon lange.
00:45:48: Die werden einfach nicht gezeigt und sie haben einfach diese Bühne nicht ohne Werbung für die Filmreiher zu machen.
00:45:53: aber das versuchen wir genau so.
00:45:55: ich erinnere mich da auch an unsere Premiere von der Film Reihe vor zwei Jahren wo wir mit Angelina Macaronis film gestartet haben.
00:46:01: Was ja auch so toll war und gleichzeitig auch so erschütternd weil sie die erste schwarze, queere Person als Hauptrolle in ihrem Film erzählt hat.
00:46:13: Was dann glaube ich so zwanzig Jahre lang wieder im deutschen Kino nicht passiert ist und auch so ein starker Film.
00:46:19: Und Angelina hat ja schon Standing aber viele Leute kennen diesen Film einfach nicht.
00:46:24: Das ist immer noch so ein kleines Gummistück was dir vielleicht mal jemand an's Herd liegt.
00:46:29: Aber der ist nicht so bekannt wie... anderen neunziger Jahre Filme, die man so als Kult abtut.
00:46:34: Absolut!
00:46:34: Und das finde ich extrem wichtig und es ist für mich beim Kuratieren auch wirklich achte ich da drauf weil mir das einfach wichtig ist dass man eben auch anderen Stimmen Raum gibt und das schätzen auch viele und ich glaube da kann man sich ein bisschen für engagieren Einfach bisschen mehr dafür.
00:46:59: Wir sind ja beim Kuratieren und ich weiß es nicht auf.
00:47:02: die größten Feinde sind der Kuratorinnen.
00:47:05: Du hast schon gesagt, du magst so besten Listen nicht!
00:47:08: Wie stehst du zu Filmkritikern?
00:47:10: Wie stehst du denn dazu wie Filmkritiker-Kritikerin auch sowas beeinflussen können wenn ein Film rauskommt?
00:47:19: Findest du das super, findest du manchmal dass das zumeinungsgebend ist oder ist das heutzutage gar nicht mehr wirklich wichtig in den Zeiten von Social Media?
00:47:27: Also ich halte Filmkritik für sehr wichtig.
00:47:30: Ich finde die Auseinandersetzung auf der Ebene auch extrem wichtig, weil jede Kunst lebt ja auch von dieser Auseinandersetzung mit der Kunst und deshalb fällt da der Filmkritikum eine sehr wichtige Rolle zu.
00:47:44: Ich glaube, das Zuschauerverhalten hat sich geändert und man so die Rolle der Filmkritik hat sich dadurch auch verändert.
00:47:54: Es ist nicht mehr wie früher, dass man am Donnerstag des Földhorn liest und dann entscheidet was man jetzt am Wochenende guckt.
00:48:01: Das findet nicht mehr statt.
00:48:03: Nichtsdestotrotz gibt es total spannende, gerade wieder so total spannenden Podcast wo auch total interessante Besprechungen stattfinden Wo auch tolle Gäste, Gästinnen oft dabei sind.
00:48:17: Also ich finde das extrem wichtig.
00:48:23: Worauf du jetzt anspielst ist ja noch mal so ein anderes Thema.
00:48:28: Es ist in der Tat auffällig dass bei Filmen die aus dem Schema fallen vermeintlich Dass da oft der Backlash enorm groß ist.
00:48:43: Das finde ich sehr, sehr schwierig.
00:48:45: Weil es sehr vielen Filmemacherinnen dann auch wirklich die Karriere kostet... ...weil ich ganz zu Anfang Julie Dash Stardust of the Dust genannt habe.
00:48:57: Der ist auch komplett anders erzählt worden.
00:49:01: Ist auch nicht von der Presse hochgelobt worden und sie hat sich hinterher sehr schwer getan Und hat jahrelang keine Filme gemacht und hat stattdessen im Fernsehen Regie geführt.
00:49:15: Und bei Barbara Loden mit Wanda war es genauso, und ich weiß nicht ob du dich noch daran erinnerst das war ja vor ein paar Jahren Ich glaube die Zeit in Sound Best Film Liste ever und da ist doch Chantal Ackermann mit Chantin dann auf Platz eins gelandet.
00:49:37: Da ist ja ein Backlash,
00:49:39: alle sind ausgerastet
00:49:41: als wäre jetzt irgendwie das Super Gau und das Ende Naht.
00:49:47: Wie kann
00:49:48: man denn?
00:49:49: So, wo ich mir dann zu denke warum sieht die Presse Ihre Rolle... oder warum reflektiert die Presse da dann ihre Rolle auch nicht, wenn solche Filme nur rauskommen.
00:50:05: Und warum?
00:50:06: Klar hat man irgendwann gemerkt auf diesen Listen, auf den ganzen, alle allerbesten Filmen stehen hauptsächlich weiße Männer, hauptzeitig weiße Zitzmänner und dann hat man irgendwie gemerkt ist es vielleicht problematisch und da wird halt viel übersehen und dann versucht man das so ein bisschen zu ändern.
00:50:26: also es war ja jetzt nicht so als wäre plötzlich dass sich die ganzen hundert Beste ausschließlich von Frauen gewesen, sondern es ging wirklich nur um diesen einen Film und sofort dieser Riesenaufschrei.
00:50:39: Also da wundert man sich schon wie empfindlich offensichtlich manche Menschen sind und vor allen Dingen – das ist ja das Problematische!
00:50:50: symptomatisch dafür, dass strukturelle Veränderungen nicht erwünscht sind.
00:50:55: Und ich glaube dieser Backlash kommt daher das man einfach versucht... bestimmte Kräfte sich wieder massiv stark machen, damit das Rad eben nicht nach vorne gedreht wird.
00:51:07: Sondern eben so.
00:51:07: Das ist ja wie mit diesem, als es dann zu dieser Mitu-Bewegung kam und man dann gesagt hat eine Quote möchten wir nicht unbedingt aber Wir verpflichten uns dass wir mehr Frauen haben.
00:51:20: und dann hat sich herausgestellt Nach ein paar Jahren, dass noch weniger Frauentrehbücher geschrieben haben als vorher Paar Regisseurinnen mehr.
00:51:31: Immer noch ganz weit von fünfzig Prozent entfernt, es ist ganz eindeutig wir brauchen eine Quote, eine Verpflichtende und ansonsten ändert sich gar nichts.
00:51:41: und ich glaube schon dass die Presse da auch ihre Rolle ernst nehmen sollte und eben solche Filme anders besprechen sollte und auch diese Themen anders angehen sollte.
00:51:54: Du
00:51:54: hast natürlich schon den Praten gerochen, worauf ich hinaus wollte?
00:51:57: Ich wollte nämlich überleiten in unserem Film, den wir im September zeigen und wo du lieberweise die Patenschaft bzw.
00:52:05: die Gäste des Screenings bist.
00:52:06: am siebzehnten neunten im Filmrauschpalast In Moabit zeigen wir The Girls Fleek Corner auf Schwedisch von Mai Ceterling.
00:52:15: Da will ich dich gerne gleich mal wissen, was so dein erster Eindruck war.
00:52:18: Ich möchte aber gern noch davor mitgeben dass Kritiker... Fokus auf Kritiker!
00:52:24: Auf Mai Cetering's Debüt.
00:52:25: das hieß Loving Couples Das lief in den Sechzig also Mitte sechzigeren.
00:52:29: In nineteenhunderts, äh, sechzig, lief das wurde ihr wurde hochgelobt und es gab das Feedback She directs like a man was ja anscheinend ein sehr hohes Kompliment ist.
00:52:40: Aber dann gab es auch, glaube ich, sehr viel Kritik.
00:52:44: Sie hatte nämlich danach drei Jahre später, in der wir die girls nachgelegt haben, was eigentlich eine Antwort ist auf dieses Gendered Criticism den sie da erlebt hat.
00:52:54: Deswegen freue ich mich sehr dass wir diesen Film zeigen.
00:52:56: und da ich ihn dir quasi bisschen untergejuhlt habe.
00:52:59: Ich hab ihn dir vorgestellt, habe gesagt würdest du gerne Patin für dieses Screening sein?
00:53:03: und du hast gesagt ich muss den mal sehen ist natürlich für mich die Frage was war so dein erster Eindruck als du ihn dann gesehen hast?
00:53:08: Ja also erstmal danke dass du den kuratiert hast weil ich hatte den tatsächlich davor noch nicht gesehen und ich fand das super den zu gucken und habe den auch wirklich sehr sehr gerne geguckt.
00:53:20: interessanterweise weil wir hier jetzt schon von Backlash sprechen Unfassbare Szene auch drin bei dieser Versammlung, als dann diese ganzen Männer sich versammeln und diskutieren warum dieses Projekt dieser drei Regisseurinnen nicht stattfinden soll.
00:53:42: Hat ja ganz viel da auch verweck genommen finde ich und das war schon sehr stark wie sie das in dem Film angesprochen hat.
00:53:51: Ich fand der Film ist ganz toll besetzt muss man sagen Bekannte Schauspielerin aus dem schwedischen Kino, die aus den ganzen Bergmann-Filmen auch schon einen hohen Bekanntheitsgrad hatten.
00:54:07: Er macht wahnsinnig Spaß, ihn zu gucken!
00:54:10: Ich finde er ist schon ein Film, ich würde denen der zweiten feministischen Welle zuordnen.
00:54:21: Ich finde, in dem Zusammenhang kann man den auch super schön kuratieren und schauen.
00:54:28: Womit ich mich dann so ein bisschen schwer getan habe war die Tatsache... Ehrlich gesagt, ich hab mich schon immer schwergetan mit der griechischen Vorlage.
00:54:42: Denn ich halte das für kein feministisches
00:54:45: ... Genau, wir können kurz einmal einführen für Leute die sich jetzt noch nicht informiert haben.
00:54:50: In dem Film von Mai Ceterling geht es um eine Theatergruppe, die durch Schweden zieht.
00:54:58: Dafür müssen Frauen ihre Männer natürlich auch zurücklassen teilweise mit Kindern was natürlich problematisch ist in den Sechzigern und vielleicht auch noch heute.
00:55:07: Und sie performen mit dieser Theatergruppel Lysistrata ein Stück wo ... die Frauen in den Sexstreich gehen und darauf spielt es wahrscheinlich.
00:55:17: Genau, darauf spiele ich an!
00:55:18: Und übrigens... Ja das ist gut wir hätten das vorher... Gut dass du das jetzt ein Zett abgemacht hast dafür.
00:55:23: Ich fand diese drei einzelnen Geschichten der einzelnen Haupt- Figuren auch wirklich toll, weil das waren unterschiedliche Frauenfiguren.
00:55:32: Die eine ist in der Beziehung, wo sie auf relativer Augenhöhe mit dem Ehemann war was Kinderbetreuung und so angeht.
00:55:41: Andere Figur ist in einer Affäre und es geht so.
00:55:45: drum geht er zurück zu seiner Frau bleiben die beiden zusammen.
00:55:49: Es geht ums Kinderkriegen, um den Familienalltag.
00:55:52: also das hat mir an dem Film sehr gut gefallen.
00:55:56: Der spielt natürlich in einer sehr privilegierten Klasse entschweden in der Zeit aber innerhalb dieses Privilegierten Class Settings fand ich es schon sehr interessant.
00:56:09: allerdings ist dann eben die Entscheidung dieses Stück für mich eine Entscheidungen, wo ich so ein bisschen hardern würde.
00:56:21: Weil die Enthaltung von sechs ist.
00:56:24: ja zum einen bleibt man da nach wie vor als Frau auf das Objekt der Begierde reduziert und eben auch diese Frauenrolle als romantisches Love-Interest, als Pendant zum Mann in einer heteronormativen Beziehung.
00:56:41: aber das Stück an sich fordert ja keine Strukturellen Veränderungen.
00:56:47: Und es wird ja auch gesagt, das gibt ... mehrere Theorien, warum Maristo Farnes das geschrieben hat.
00:56:54: Es wurde ja Krieg geführt.
00:56:55: der Krieg dauerte schon ewig an und teilweise wird ihm unterstellt er hätte das Stück geschrieben um so die Truppen ein bisschen beim Moral zu halten dass man da jetzt ein bisschen lachen kann wenn er noch länger weg seid dann haben eure Frauen irgendwann mal keinen Sechsen mit euch.
00:57:12: Dass sich aber natürlich.
00:57:13: die Idee dass Frauen sich zusammenschließen ist natürlich grundsätzlich eine gute.
00:57:19: Allerdings wäre da dann ein Zusammenschluss, der jetzt über den Inzug von sechs mindestens rausgeht.
00:57:27: Zum Beispiel wir wollen keine Kriege mehr und wir wollen beteiligt sein an den politischen Diskussionen.
00:57:36: Wir wollen politisch rollen.
00:57:38: Das macht das Stück ja nicht.
00:57:42: Und deshalb ist es für mich als... Tool für eine feministische Diskussion.
00:57:47: Ein bisschen zu kurz gedacht, macht aber den Film dadurch nicht schlecht und das schmälert die Inszenierung überhaupt nicht.
00:57:56: Es schmälert die schauspielerischen Leistungen überhaupt nicht, ich bin ja auch ein Riesenfan von Filmen, die noch auf Film gedreht wurden in dem Falle dann auch dieses wunderbare Schwarz-Weiß.
00:58:09: Ich habe den ja leider nur als Link sichten können aber freue mich schon total den auf der großen Leinwand In All It's Glory zu sehen.
00:58:17: und deshalb ist es für mich auch ein Film den Diskussionsgrundlage wahnsinnig wichtig finde.
00:58:25: Und ich finde es super, immer wieder auch RegisseurInnen zu entdecken und Werke zu entdicken für die ich noch gar keine Zeit hatte und ich möchte mir jetzt auch unbedingt ihre anderen Filme noch angucken.
00:58:40: Das
00:58:40: freut mich das so genau diese Lust irgendwie drauf machen also total schön.
00:58:46: aber die Frage ist dann natürlich wenn du das jetzt auch schon fühlst nachdem du Girls gesehen hast Warum kennen weniger Leute ihren Namen als einen Antonioni, ein Jagdämie?
00:58:56: Was ist da schiefgelaufen.
00:58:58: Also genau das was ich vorher glaube schon angesprochen habe, ist wenn man selbst Frauen, selbst Filme machen innen drauf anspricht wir machen jetzt die hundert besten Liste dann nennen selbst sehr viele Filmemacherinnen auch wieder die männlichen Kollegen.
00:59:16: also wenn man mal durchgeht, diese ganzen Listen.
00:59:21: Die besten Filme aller Zeit, die besten Horrorfilme, die besten romantischen Komödie weiß was ich... immer ausschließlich Männernamen drauf.
00:59:30: Und dann natürlich auch wirklich im Kino, es ist natürlich auch eine Branche die sich irgendwie finanzieren muss und da macht natürlich die Zahlen an der Box-Office einer Kinokasse spielen natürlich eine Rolle wenn wir gefragt werden nicht auch wirklich mal andere Namen nennen Und dezidiert eben auch Filme von Frauen, von Flintas.
01:00:00: Von Menschen von marginalisierten Gruppen wie auch immer.
01:00:04: Schauen?
01:00:05: Dann wird sich auch nie was ändern und ich glaube deshalb ist das Kuratieren so wichtig!
01:00:12: Ich finde eure Reihe so toll und fand auch super dass ihr da letztes Jahr diese ganzen Klassiker die man übersehen hat, von denen man nicht mehr spricht dass ihr da wieder... die aus der Mottenkiste gekramt habt und Aufmerksamkeit geschenkt habt.
01:00:31: Und auch dieses Jahr wieder.
01:00:33: ich finde es so wichtig das wir immer wieder diese Namen nennen.
01:00:37: Immer wieder diese Filme aus der Kiste holen.
01:00:40: Solange bis sie dann eben auch in diesem Kanon sind, wobei ich ja der Meinung bin das ist kein Fan vom Kanon.
01:00:47: Du hast halt beim Kanon wieder das Problem wie mit den Listen.
01:00:50: es wird halt reduziert und wenn reduziert wird werden Menschen ausgeschlossen und dann landen halt wieder die üblichen Verdächtigen auf den Listen.
01:01:03: und im Kanon und ich glaube mir mit dem Feminismus wo ich mir Feminismen wünsche wünsche ich mir Kanons und dass wir die kontinuierlich erweitern, weil wir entdecken ja jedes Jahr neue Filme dazu.
01:01:21: Dass wir immer wieder in die Vergangenheit gehen und nicht nur ins deutsche Kino oder ins europäische Kino- oder ins amerikanische Kinos sondern auch im Kino aus ganz anderen Regionen Südostasien.
01:01:34: es gibt Wunderbares Kino aus Nordafrika, aus Westafrika.
01:01:41: Nigeria hat ja eine ganze Filmindustrie mit Norley Wood.
01:01:44: Das indische Kino, was auch vom bengalischen Kino ist ... unfassbar groß.
01:01:52: Es gibt so viele Frauenstimmen in diesen einzelnen Regionen, dass es total wichtig ist und auch total schön solche Filme dann zu kuratieren und den Rahmen zu geben und Aufmerksamkeit zu schaffen.
01:02:09: Also das ist für mich auch wirklich der Grund, warum ich kuratiere weil ich mir Aufmerksamkeit für Filme wünsche.
01:02:17: Und wenn du jetzt Nachwuchsfilmschaffenden ein oder vielleicht sogar zwei Ratschläge mitgeben könntest?
01:02:25: Oder du kannst es auf diesem Wege jetzt eigentlich... Was ist das was du Leuten mitgeben magst, was sie vielleicht selber noch nicht sehen oder wo du denkst dass essentiell, um Filme zu machen.
01:02:35: Die gesehen werden oder auch Filme die ehrlich sind, das ist ja so ein Begriff.
01:02:40: Was für einen Advice würdest du gerne mitgeben?
01:02:43: Also
01:02:43: ich finde es schon auch wichtig dass man am Anfang den Blick weitet weil auch da ist ja das Thema wenn man selbst an der Filmschule wieder nur die vermeintlichen Klassiker schaut reproduziert bestimmte Sichtweisen, bestimmte Herangehensweisen.
01:03:02: Und ich glaube da wäre schon auch meine Empfehlung dass man sich da ein bisschen traut mal andere Filme zu schauen und auch mal andere Vorbilder sich sucht und nicht immer die gleichen klassischen aus dem Kanon.
01:03:22: Das finde ich toll, sucht euch andere Vorwilder!
01:03:24: Ja es gibt so viel mehr.
01:03:26: So mein darf auch natürlich das noch Linklater's Before Sunrise.
01:03:30: jetzt spreche ich zu mir, da darf ich immer noch toll finden und süß und super.
01:03:34: aber was ist nicht vielleicht noch faszinierender?
01:03:38: oder war es das nicht nochmal mit einem anderen Mehrwert?
01:03:41: Auch für mich als junge Regisseurin in diesem Fall irgendwie.
01:03:44: Da hast du total recht, das ist ein sehr guter Sehr guter Tipp.
01:03:47: Und das kann man auch im eigenen Kino sehr gut machen, ne?
01:03:51: Also wir haben in Deutschland ... Das habt ihr ja letztes Jahr auch ganz toll gezeigt!
01:03:54: Wir haben auch hier sehr viele Stimmen die unterrepräsentiert sind und man muss nicht immer die gleichen nennen sondern man kann da auch mal ganz andere Bezugspunkte einfach schaffen.
01:04:08: und ich glaube dass würde ich mir auch von den Filmhochschulen wünschen.
01:04:13: und man muß ja auch mal ehrlich sagen es kommen ja auch ganz tolle Stimmen aus unseren Filmhochschulen, sei es jetzt Nora Finkscheidt, Mascha Chilinski, Maren Adel.
01:04:26: Baleska-Krisebach.
01:04:28: Also man kann ja auch diese den Stimmen einfach noch mehr Aufmerksamkeit schenken und die auch einfach Feiern, Sarah, Blaskewitz... Es gibt so viele ... Solin Jusseff finde ich ganz toll.
01:04:42: also wenn wir hier sitzen würden ich könnte ganze Liste produzieren.
01:04:46: Melanie Welde mit nackte Tiere war ja auch ganz ganz toll.
01:04:51: es gibt so viel tolle Tolle Stimmen die man überhaupt nicht auf dem Schirm hat und die wir vielmehr aufm Schirm haben sollen.
01:04:59: Angelina Maccarone hattest du genannt, Monika Toit?
01:05:02: Also es gibt... Du denkst
01:05:05: kein Ende!
01:05:06: Es nimmt keinen Ende und das ist ja auch total gut zu uns, total wichtig so und ich glaube ... Wir brauchen mehr solche Reihen wie eure Und wir brauchen mehr künstlerische Leiterin bei großen Festivals, die da auch mehr draufsetzen und dann auch mehr Frauenstimmen finden.
01:05:27: Super!
01:05:28: Das finde ich einen wunderbaren Abschluss unseres Gesprächs.
01:05:31: wie schon gesagt Ich werde alle genannten Filme hier in diese Show Notes mal reinschreiben.
01:05:35: Dann könnt ihr alle mal ein bisschen nachgucken Ein bisschen Nachhilfeunterricht nehmen von Susanne Und ansonsten freue ich mich, dass wir uns am siebzehnten neunten schon wiedersehen.
01:05:45: Ich freu mich total.
01:05:46: Das
01:05:46: wird super!
01:05:47: Kommt auch gerne alle vorbei.
01:05:49: Wir besprechen danach natürlich noch ein bisschen was zusammen über den Film.
01:05:53: wie Susanne schon sagt ist eine ganz tolle Gesprächsgrundlage Genau und deswegen hören wir jetzt hier mal auf Danke das du heute da warst.
01:06:01: Danke, dass du mich da habt.
01:06:02: Das hat mich total gefreut.
01:06:03: An mir eine Freude und wir hören uns dann wieder im Oktober.
01:06:13: Feminist Time Travel ist ein Podcast des ProQuoteFilm-EV unterstützt von der Mehrkulturförderung der Berliner Sparkasse.
01:06:20: Falls ihr uns unterstützen oder immer ab to date sein wollt, dann folgt uns doch einfach bei Instagram unter et feminist time travel alles aneinander oder abonniert den proquoten Film Newsletter und kommt natürlich auch gerne zu unseren
01:06:32: Screenings die wir
01:06:33: ungefähr einmal im Monat
01:06:34: überall in Berlin veranstalten Aufnahme
01:06:39: Schnitt und Postproduktion.
01:06:40: das Podcast macht das Studio.
01:06:43: Das Konzept ist entwickelt von Clara Déventier, Irina Thieb und Svenja Heimlis.
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